Welches Buch lest ihr gerade? (II)

Die Faszination des geschriebenen Wortes - Romane, Stories, Gedichte und Dramatisches. Auch mit Platz für Selbstverfasstes.
kaesehoch
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Do 1. Jun 2017, 14:52 - Beitrag #821

Fettlogik überwinden von Nadja Hermann. Hört sich nach einem Marketing-Gag an ist aber echt toll geschrieben mit massig Informationen.

luftikus
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Do 31. Aug 2017, 18:17 - Beitrag #822

Ich lese sehr gerne Biografien, aber zurzeit lese ich das Buch “ Der Junge der Träume schenkte“ von Luca di Fulvio, ist ein sehr schöner Roman, auch hat es mir das Buch “Jacob beschliesst zu lieben“ angetan und will es mir demnächst unbedingt zulegen.

Padreic
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Do 16. Nov 2017, 09:05 - Beitrag #823

Über ein paar Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen und gut gefunden hab.

Für Fantasyinteressierte kann ich die Mistborn-Trilogie von Sanderson und die Bartimaeus-Trilogie von Stroud empfehlen. Letztere spielt in einem urbanen Setting in einem verzerrten 20. Jahrhundert: Magier beherrschen schon seit langem mittels Dämonen/Geistwesen die Welt. Die Kapitel sind (zunächst) immer abwechselnd aus Sicht des Dämons Bartimäus und seines Beschwörers, einem zu jungen Magier namens Nathaniel, geschrieben. Die Romane beschrieben eine dunkle und zynische Welt, was durch die Ironie und den Humor in Bartimäus' Sprache schön durchbrochen wird (und die mich wiederholt tatsächlich zum Lachen gebracht hat). Angesichts des Alters des nicht-dämonischen Protagonisten kann man die Reihe vielleicht als Young-Adult-Literatur einordnen, sie hat aber auch auf mich als 28jährigen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Für Rom-Interessierte: Die Cicero-Trilogie (Imperium, Lustrum, Dictator) von Robert Harris und Augustus von Williams bilden eine sehr schöne Kombination, da letzteres Werk gerade ein wenig vor Ciceros Tod einsetzt (dem Schlusspunkt von Harris' Trilogie), die Ereignisse aber aus einer anderen Perspektive beschreibt. Harris schafft es auf verblüffende Weise eine im Grunde recht nüchtern und kunstlose Schilderung von Ciceros Leben (aus Sicht seines Sekretärs und Sklaven) über drei Bände äußerst spannend zu halten, ohne sich jemals weit von den bekannten Tatsachen zu entfernen. Williams geht etwas literarisch anspruchsvoller vor und wählt die Form eines Briefromans. Alle vier Romane hab ich als Hörbücher konsumiert und die Lesungen sind exzellent. Zu Cicero möchte ich noch sagen, dass er mich immer wieder an Thomas Jefferson erinnert hat, der in Charlottesville (wo ich mehr als zwei Jahre gewohnt hab) so omnipräsent war, dass man kaum umhin kaum, sich mit ihm auseinanderzusetzen; insbesondere die Kombination aus bewunderungswürdigen Eigenschaften und mehr oder minder subtiler Heuchelei, die mir nie erlaubt hat, einen der beiden sympathisch zu finden.

Geschichte in nicht Rom- oder Romanform findet man auch in Why the West Rules von Morris. Der Aufhänger hat etwas Polemisches, aber Morris benutzt diesen Aufhänger um durch die gesamte Geschichte der menschlichen Kultur, zumindest in den geographischen Regionen, die aus den Keimzellen von Hochkultur im nahen Osten und in China hervorgegangen sind. Besonders interessant ist seine generelle Darlegung der Prinzipien, wie Kulturen niedergehen, und wie er sie auf verschiedenste Beispiele durch die Geschichte anwendet. Es tut gut, geradezu die gesamte Geschichte von Westen und Osten in einer solchen Geschlossenheit dargestellt zu sehen. Schwachpunkte gibt es natürlich auch: Morris nimmt seinen Index zur Messung des Entwicklungsstands von Kulturen etwas zu ernst (auch wenn er als grober Indikator durchaus seine Berechtigung hat). Auch seltsam mutet an, dass er im Kapitel über die Zukunft zwar durchaus interessanten Spekulationen frönt, die aber fast keinerlei Zusammenhang zum restlichen Buch haben. Wofür ist all die Geschichte da, wenn nicht um daraus Lehren zu ziehen? Lohnenswert ist das Buch aber allemal.

Wo wir gerade bei Sachbüchern sind: Ich habe vor kurzem den philosophischen Autor Lee Braver für mich entdeckt, und von ihm Groundless Grounds gelesen und bin gerade mitten in seinem A thing of this world. Seine offene Mission ist es, die Schulen von kontinentaler Philosophie (Kant, Hegel, Husserl, Heidegger, Foucault, Derrida, ...) und analytischer Philosophie (Russell, Wittgenstein (?), Quine, Putnam, Davidson, ...) näher zu bringen. In 'Groundless Grounds' schreibt er hierzu über den späten Wittgenstein (mit seinem Hauptwerk, den 'Philosophischen Untersuchungen') und den frühen Heidegger (insbesondere 'Sein und Zeit') und stellt die erstaunlichen Gemeinsamkeiten heraus. Bravers große Stärke ist die Klarheit, mit der er schreibt; er versucht wirklich, die Schriften zu durchdenken und so verständlich wie möglich darzustellen (auch wenn er es mitunter fast schon in zu großer Breite tut). Es scheinen natürlich auch seine eigenen Ansichten durch, eine Art von Commonsense-Antirealismus in der Schnittmenge von Wittgenstein, Heidegger und manchen anderen Philosophen; insgesamt ist es eben nicht nur ein Werk über Philosophiegeschichte, sondern auch über Philosophie selbst. In 'A thing of this world' nimmt eben dieser Antirealismus die Hauptstelle ein und er verfolgt ihn durch die Geschichte mit Kant, Hegel, Nietzsche, Heidegger, Foucault und Derrida. Dazu kann ich später sicher mehr sagen, wenn ich das Werk fertig gelesen habe.
[Um auf einen früheren Beitrag von Ipsissimus Bezug zu nehmen: Sicher war Heidegger kein Demokrat und der Aufklärung konnte er wenig abgewinnen; auch ein Mystizismusvorwurf ist weder überraschend noch ganz unberechtigt. Wenn man ihn aber zu einer Art Staatsphilosophen der Nationalsozialisten machen will, liegt das vielleicht auch darin begründet, dass man findet, was man finden will. Wie das Auffinden neuer Hefte ein ganzes philosophisches Gesamtwerk nichtig machen können, ist mir unklar. Ich halte es für wichtig, gerade auch Denker, die weit wenig vom gewöhnlichen intellektuellen Einheitsdiskurs entfernt sind, den nötigen Ernst entgegenzubringen.]

Ich könnte noch einige Werke mehr nennen (beispielsweise Houellebecqs Unterwerfung fand ich sehr interessant). Auf jeden Fall möchte ich aber McEwan's Kindeswohl hervorheben; selten habe ich einen so rührenden Roman gelesen, selten einen so unaufdringlich-kunstvoll komponierten. Hauptgegenstand der Handlung ist ein Prozess darum, ob Eltern ihrem Kind eine Bluttransfusion aus religiösen Gründen verweigern können, erzählt aus der Sicht der Richterin, aber es ist keineswegs ein typischer Gerichtsroman. Allein schon, um das hervorzuheben, möchte ich gerade auf Leuten, die die emotionale Kraft von Musik zu würdigen wissen, diesen Roman ans Herz legen.

e-noon
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Do 16. Nov 2017, 13:05 - Beitrag #824

Zitat von Padreic:Für Fantasyinteressierte kann ich die Mistborn-Trilogie von Sanderson und die Bartimaeus-Trilogie von Stroud empfehlen. Letztere spielt in einem urbanen Setting in einem verzerrten 20. Jahrhundert: Magier beherrschen schon seit langem mittels Dämonen/Geistwesen die Welt. Die Kapitel sind (zunächst) immer abwechselnd aus Sicht des Dämons Bartimäus und seines Beschwörers, einem zu jungen Magier namens Nathaniel, geschrieben. Die Romane beschrieben eine dunkle und zynische Welt, was durch die Ironie und den Humor in Bartimäus' Sprache schön durchbrochen wird (und die mich wiederholt tatsächlich zum Lachen gebracht hat). Angesichts des Alters des nicht-dämonischen Protagonisten kann man die Reihe vielleicht als Young-Adult-Literatur einordnen, sie hat aber auch auf mich als 28jährigen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Mistborn-Trilogie habe ich auch zuletzt gelesen, fand aber jeweils die ersten 300 Seiten von jedem Band eher öde. Außerdem habe ich ein grundlegendes Problem mit Fantasy, seit ich "Der Name des Windes" gelesen habe: Die Sprache ist so klischeehaft. In "Der Name des Windes" sind viele Sätze lyrisch, wohldurchdacht, charakterisierend, ohne pauschal zu wirken (obwohl auch dort Klischees bedient werden, aber auf angenehme Weise); ein Großteil der restlichen Fantasy ist rein handlungsfixiert und innerhalb dessen oft auch noch rein hüpf-prügel-schlacht- und magiefixiert. Sehr repetitiv nach einer Weile.

Bartimäus war da tatsächlich eine angenehme Abwechslung! Habe ich zwar noch als Teenie gelesen, aber in guter Erinnerung (nicht herausragend allerdings).

Die letzte Fantasyserie, die es mir (nach einigen Dutzend Seiten) angetan hat, war "Das Lied des Blutes", der erste Band der Rabenschatten-Reihe (oder andersherum? egal).

Letztes Buch, das ich angefangen habe: Viet Thanh Nguyen - "Der Sympathisant". Für bildungsbeflissene Sprachliebhaber, die gerne mal den Vietnamkrieg aus Sicht eines kommunistischen Maulwurfs kennenlernen würden. Einiges ist fiktiv, aber die grundlegende Zerissenheit des namenlosen Protagonisten, der mal als Eurasier, mal als Amerasier, mal schlicht als Bastard bezeichnet wird.

Allerdings hatten nicht sie den Eurasier erfunden. Das können
die Engländer in Indien für sich beanspruchen, die es ebenfalls
nicht lassen konnten, an dunkler Schokolade zu knabbern.
Wie die tropenhelmbewehrten Anglos konnte auch das
Amerikanische Expeditionskorps im Pazifik den Versuchungen
der Einheimischen nicht widerstehen. Auch sie erfanden ein
Kofferwort, um meinesgleichen zu beschreiben, das des Amerasiers.
Obwohl in meinem Fall unzutreffend, konnte ich den
Amerikanern kaum vorwerfen, dass sie mich fälschlicherweise
für einen der Ihren hielten. Schließlich konnte man aus den
tropischen Nachkommen der amerikanischen GIs eine kleine
Nation gründen. GI stand für Government Issue, also »von der
Regierung ausgegeben«, und das sind die Amerasier ja schließ-
lich auch. Meine Landsleute zogen Euphemismen Akronymen
vor und nannten Menschen wie mich den Staub des Lebens.


Edit: Unbedingt auf Englisch lesen! Man merkt es hier schon (Government Issue - issued by the Government") - die Wortspiele und Vieldeutigkeiten gehen im Deutschen zwangsläufig verloren, die Übersetzung ist auch nicht so gut - insbesondere die Reflexionen auf das Wort "Mole" (Maulwurf/Spion und Muttermal) führen im Deutschen zu merkwürdigen Sprachverrenkungen.

Traitor
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Fr 17. Nov 2017, 21:02 - Beitrag #825

Haupt-Leseprojekt der letzten Monate, gattungsbedingt mit vielen, vielen Unterbrechungen: Harlan Ellison's SF-Anthologien "Dangerous Visions" und "Again, Dangerous Visions" (letzteres in 2 Bänden) von 1967 bzw. 1972. Der damalige Anspruch war, Geschichten erstzuveröffentlichen, die zu "gefährlich" für die Mainstream-Magazine und -Verlage waren, sei es durch Stil (manche durchaus konventionell, manche eher pseudoavantgardistischer Sondermüll, manche aber lesen sich auch heute noch ungewohnt frisch), Themen (von Drogen über ökologische Katastrophen, Frauenrechte, Homosexualität und Inzest bis zu grausigen Morden und Kommunismus) oder Person der Autoren. Am besten gehalten haben sich mit wenigen Ausnahmen aber vor allem die Geschichten, die nicht gewollt auf Tabuverletzungen aus sind, oder bei denen solche zwar vorkommen, die eigentlichen Stärken aber im literarischen Können der Autoren oder dem Worldbuilding liegen.
Die längsten Einzelstücke sind im Originalband PJ Farmers "Riders of the Purple Wage", eine konfuse Mischung aus Proto-Cyberpunk und, äh, "etwas, das im Wesentlichen", aber durchaus erinnerungswert; und in "Again" dann Ursula K. LeGuins "The Word for World is Forest" über die faschistische Kolonisierung eines Naturparadies-Planeten - etwas holzhammerig, aber großartig. Ansonsten am stärksten, neben einigen Kürzestform-Perlen, fand ich u.a.:
DV: "Faith of Our Fathers" von Philip K. Dick (cthulhoide Unterwanderung der weltweit herrschenden chinesischen KP) und "Eutopia" von Poul Anderson (saubere Parallelweltgeschichte, bei der der (für heute harmlose) Tabubruch zwar als großes Endwendungs-Gimmick herhalten muss und lange vorhersehbar ist, was dem Rest der Geschichte aber nicht schadet)
ADV1: "The Funeral" von Kate Wilhelm, extrem atmosphärestarke und mysteriöse Postapokalypse, "When It Changed" von Joanna Russ (hätte ein extrem peinliches feministisches Vehikel werden können, ist aber wirklich gut gemacht), "Stoned Counsel" von H.H. Hollis (Zukunft des Gerichtsprozesses als Cyber-Mind-Space-Battle drogenvollgepumpter Anwälte, grotesk).
ADV2: "And the Sea Like Mirrors" von Gregory Benford über eine ökologisch ungewöhnliche Alien-Invasion, bei der die "Dangerousness" aber eher im Verhältnis der menschlichen Figuren zueinander liegt; ansonsten noch ca 2/3 des Bandes übrig.

Die "ThirdFinal Dangerous Visions" sind wohl seit Jahrzehnten das große traditionelle "reden wir nicht darüber"-Thema der SF-Szene...

Lykurg
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Sa 18. Nov 2017, 10:35 - Beitrag #826

Klingt gut! Ich hatte kürzlich bei einer Freundin ebenfalls einen reizvollen SF-Sammelband unter den Fingern, in dem es um apokalyptische SF ging (und angesichts dieses quasi omnipräsenten Themas auch einen breiten Überblick bieten konnte). Genauere Titeldetails müßte ich nochmal recherchieren, hatte auch nur bedingt Zeit zur Lektüre.

Ein neugewonnener Liebling im letzten Jahr war wieder ein Parallelwelt/Fanfiction-Roman - und zwar
Eliezer Yudkowsky: Harry Potter and the Methods of Rationality
Ausgehend von ein paar grundlegenden Änderungen in der Geschichte - vor allem Harrys liebevolles und wissensenthusiastisches Elternhaus betreffend, aber auch einige andere Figuren interessant, durchaus im Sinne des Universums gebrochen - zeigt das Buch, was das Auftauchen von Wissenschaft in Hogwarts bewirken kann. Eingebettet in die Handlung sind eine Reihe von klassischen psychologischen Experimenten, wobei die Kapitelthemen teilweise bezogen auf eine ganze Reihe von Figuren erstaunlich gut funktionieren. Der Autor ist offensichtlich intensiver Kenner von tvtropes und spielt virtuos mit Erwartungen, die natürlich durch die Vorprägung der Originalserie noch einen zusätzlichen Boden gewinnen. Bei der erzählerischen Geraderückung einiger Ereignisse innerhalb der Serie ergeben sich ganz wundervoll ironische Randbemerkungen. Nebenbei wird fröhlich aus zeitgenössischer Literatur, vor allem SF, zitiert, insbesondere Ender's Game - ein bißchen überpräsent vielleicht, aber passend verwendet. Generell für mich ein Leseerlebnis, das weit über eine Neuvergegenwärtigung der Originalreihe hinausgeht...

Traitor
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Sa 18. Nov 2017, 11:12 - Beitrag #827

Naja, so mittelgut, der "pseudoavantgardistische Sondermüll" füllt halt doch schon so die Hälfte der Bände. Die Gesamtlektüre ist eher nur aus historischem und genreanalytischem Interesse zu empfehlen, wenn du eine hohe gute-SF-pro-Seite-Quote anstrebst, such lieber die erwähnten Geschichten einzeln auf und/oder lies andere Sammlungen.

Den rationalen Potter hat iirc auch Kalessin gelesen.

Padreic
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Sa 18. Nov 2017, 22:13 - Beitrag #828

@e-noon: 'Der Name des Windes' ist natürlich großartig erzählt und die Mistborn-Trilogie ist mir tatsächlich sprachlich nicht in Erinnerung geblieben. Wenn die Handlung und der Weltenbau gut genug sind, können sie aber für mich einen Roman völlig tragen (und der Langeweile entheben), wenn er zumindest flüssig und klar erzählt ist und die Charaktere glaubwürdig sind; viel leichter jedenfalls als die schönste Sprache einen Roman mit dürftiger Handlung. Ich stimme aber zu, dass zu viel Fantasy repititiv wirken kann und deswegen versuche ich auch die Genres beim Lesen gut rotieren zu lassen.

Die Qualität auch rotieren zu lassen, versuche ich normalerweise zu vermeiden, ist mir aber neulich mit "The Majesty's Dragon" von Novik geglückt (gepecht?) - ein gutes Beispiel, wo die Welt mir attraktiv erschien und es auch gut erzählt wurde, die Schablonenhaftigkeit von Charakteren und Handlung es mir aber gründlich vermiest haben.

Lykurg
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Sa 18. Nov 2017, 22:47 - Beitrag #829

Die Besprechung habe ich übrigens durchaus nicht übersehen - "Imperium" hatte ich eigentlich schon lange im Auge, "Augustus" klingt nach einer spannenden Ergänzung. Passend zum Umschalten von Luther auf Winckelmann...
Der Name des Windes läßt mich sehr zwiegespalten. Ich war fasziniert von der Erzählweise, teils sehr angesprochen von der sprachlichen Schönheit, aber teilweise wirken die Episoden auf mich nicht wirklich ausgeformt. Schwer zu sagen, wie sich das mit dem letzten Band erklären wird, ohnehin natürlich was die Erzählsituation angeht - scheint so, als wäre nach drei Vierteln des Textes höchstens die Hälfte der Geschichte erzählt. Ein Grund mehr, keine unabgeschlossenen Serien anzufangen... Habt ihr eigentlich die beiden Spinoffs gelesen? Das Buch über Auri soll ja auch sehr schön sein...

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